Ins Netzwerk gefragt

Wer tummelt sich eigentlich im Fachnetzwerk NEGZ? Warum lohnt es sich, Mitglied zu sein? Davon vermitteln wir anhand kurzer Interviews mit NEGZ-Mitgliedern regelmäßig einen Eindruck. Dabei geht es um ihre Geschichte in der digitalen Verwaltung, ihre Interessen — und natürlich das NEGZ.

Stellt auch ihr euch und eure Gedanken bei “Ins Netzwerk gefragt” vor! Wer Mitglied im NEGZ oder Angehörige:r einer NEGZ-Mitgliedsorganisation ist, kann unseren Fragebogen sofort ausfüllen. Wenn ihr eure Organisation vorstellen möchtet, nutzt bitte den Fragebogen “Für Organisationen”. Erzählt ihr von euch selbst, füllt bitte den Fragebogen “Für Mitglieder” aus – unabhängig davon, ob ihr persönlich oder über eure Organisation Mitglied bei uns seid. Die Interviews werden auf dieser Seite sowie über unser LinkedIn-Profil und den Newsletter veröffentlicht.


Stimmen aus unserem Netzwerk

Christian Springfeld,
Bürgermeister der Stadt Springe

Wer bist du und was hast du mit dem Thema “Digitale Verwaltung” zu tun?
Ich bin Bürgermeister der Stadt Springe am Deister seit Februar 2016. Für digitale Themen schlägt mein Herz seit frühester Jugend. Was für ein Glück: In meinem Berufsleben ist es mir seit 1997 immer wieder gelungen, digitale Schwerpunkte zu setzen. Ob in der Landesfinanzverwaltung beim Niedersächsischen Finanzministerium oder als Bürgermeister und Leiter einer Verwaltung mit 340 Mitarbeitenden. Dabei liegt mein Fokus immer im Brückenschlag zwischen Anwendenden (Fachlichkeit) und Technik. Wie muss Technik sein, damit sie uns das (Berufs)Leben leichter macht?
Wie bist du zur Verwaltungsdigitalisierung gekommen?
Aus Leidenschaft. Es gibt nichts was man nicht noch besser machen kann und selten wird das Potential digitaler Lösungen auch nur ansatzweise ausgeschöpft. Das treibt mich um. So schraube ich beständig und begeistert an den mir zur Verfügung stehenden Stellschrauben, damit wir tatsächlich jeden Tag ein kleines bisschen besser in der Nutzung digitaler Möglichkeiten werden. Manche Veränderungen sind inkrementell, andere bahnbrechend. Beides wird gebraucht.
Wie erklärst du einem Fünfjährigen, was du machst?
Ich bin der Bürgermeister und ich freue mich, wenn die Menschen in unserer Stadt möglichst viele Dinge möglichst einfach am Computer, Smartphone oder Tablet machen können, damit sie möglichst viel Zeit für wichtigere Dinge haben: Andere Menschen, Familie, Freunde und alles was sie gerne machen.
Was hat dich im eGovernment zuletzt begeistert?
Eine Präsentation des KI-Studios der Govconnect – so muss Technik. Die haben verstanden.
Zu welcher Frage wünschst du dir mal eine NEGZ-Kurzstudie?
Digitalisierungsrealität auf der kommunalen Ebene in kleineren Städten und Gemeinden (< 50.000 Einwohnende) – wo sehr (!) begrenzte Ressourcen auf – zu Recht – hohe Ansprüche stoßen. Fachverfahren, Schnittstellen und Abhängigkeiten am Ende der staatlichen Nahrungskette.
Welche eine Sache in der deutschen Verwaltungsdigitalisierung würdest du sofort ändern, wenn du könntest?
Den Föderalismus.
Warum bist du NEGZ-Mitglied geworden?
Weil ein interdisziplinärer Austausch über alle horizontalen und vertikalen Ebenen unseres föderalen Mehrebenensystems unglaublich wertvoll ist.

Netzwerk Digitale Dörfer Rheinland-Pfalz

Wer seid ihr und was habt ihr mit dem Thema der digitalen Verwaltung zu tun?
Wir, Julia, Sylvia und Sarah, koordinieren das Netzwerk Digitale Dörfer RLP, welches im Dezember 2020 durch das Ministerium des Innern und für Sport Rheinland-Pfalz ins Leben gerufen wurde. Ziel ist es insbesondere den Wissenstransfer zwischen Kommunen systematisch zu fördern. Unser Fokus liegt auf Verbandsgemeinden sowie kleineren und mittelgroßen Kommunen in überwiegend ländlich geprägten Räumen in Rheinland-Pfalz. Wir verstehen uns als Plattform der kommunalen Familie, die praxisorientierte Digitalisierung niedrigschwellig, kollegial und umsetzungsnah ermöglicht. Digitale Verwaltung verstehen wir nicht als Selbstzweck, sondern als Instrument zur besseren Aufgabenerfüllung, zur Entlastung der Mitarbeitenden und zur Steigerung der Servicequalität für Bürgerinnen und Bürger. Unser Beitrag liegt in der Vernetzung, Moderation und methodischen Begleitung dieses Transformationsprozesses.

Wie würdet ihr einem Fünfjährigen erklären, was eure Organisation macht?
Wir helfen Dörfern und kleinen Städten dabei, ihre Arbeit besser und einfacher zu machen. Wenn ein Rathaus etwas Neues ausprobieren möchte, wie zum Beispiel einen Online-Antrag oder eine App, dann bringen wir viele Rathäuser zusammen. Sie erzählen sich, was gut funktioniert hat und was nicht. So müssen nicht alle die gleichen Fehler machen. Man kann sich das vorstellen wie eine große Runde von Menschen, die sich gegenseitig Tipps geben, damit alle schneller und besser lernen.

Warum seid ihr NEGZ-Mitglied geworden und was wollt ihr hier bewegen?
Wir sind Mitglied geworden, weil wir Verwaltungsdigitalisierung nicht isoliert auf Landes- oder Kommunalebene denken, sondern als gesamtstaatliche Transformationsaufgabe verstehen. Das NEGZ bietet mit seinen Publikationen, Arbeitskreisen und Veranstaltungsformaten eine strukturierte Plattform für fachlich fundierten, interdisziplinären Austausch. Genau diese Verbindung aus wissenschaftlicher Fundierung, praktischer Umsetzungsperspektive und strategischem Diskurs ist für unsere Arbeit im Netzwerk Digitale Dörfer RLP zentral.

Bewegen wollen wir insbesondere drei Themenfelder:

  • stärkere Praxisorientierung in Digitalisierungsstrategien,
  • nachhaltige Organisationsentwicklung in Verwaltungen (nicht nur Technikfokus),
  • und die strukturelle Verankerung von Lern- und Experimentierräumen in der kommunalen Familie.

Kurzum: Wir verstehen unsere Mitgliedschaft nicht als formalen Status, sondern als aktiven Beitrag zur Weiterentwicklung der digitalen Verwaltung in Deutschland: Aus der Praxis für die Praxis. Und wir lernen dabei einfach inspirierende und motivierende Menschen kennen! 🙂

Falls ihr schon länger dabei seid: An welchen NEGZ-Aktionen wart ihr bisher beteiligt?
Wir sind seit Kurzem Mitglied im NEGZ und haben uns bislang punktuell, aber bewusst mit einem eigenen inhaltlichen Beitrag eingebracht.
Konkret waren wir auf der NEGZ-Herbsttagung am 15.09.2025 mit einem eigenen Workshop vertreten: „Wenn die Zivilgesellschaft die Verwaltung übernimmt – Staatsmodernisierung weitergedacht!“
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich im Zuge von Staatsmodernisierung, Aufgabenpriorisierung und Digitalisierung neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Zivilgesellschaft entwickeln lassen. Wir haben mit den Teilnehmenden diskutiert, in welchen Bereichen Verwaltungshandeln künftig stärker ko-produktiv organisiert werden kann und wo gegebenenfalls Aufgaben ganz oder teilweise durch zivilgesellschaftliche Akteurinnen und Akteure übernommen werden könnten. Damit verbinden wir unseren Anspruch, Diskursräume wie das NEGZ nicht nur zur Ideengenerierung zu nutzen, sondern konkrete Innovationspfade für die kommunale Ebene abzuleiten und weiterzuentwickeln.

Weitere Interviews werden in Kürze ergänzt. Ältere Mitglieder-Interviews von vor 2025 sind hier nachzulesen.


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Fragebogen für Organisationen

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