“Ich hab sonst immer das Gefühl, ich bin ein Einzelkämpfer – hier bin ich‘s nicht.”
Vom 18. – 20. März 2026 wehte es die Jungen und Wilden der Verwaltungsdigitalisierung (und alle, die sich so fühlen) nach Springe bei Hannover – das Jahreshighlight unseres Nachwuchsnetzwerks stand an!
Bei herrlichem Sonnenschein startete die N3GZ-Frühjahrstagung im Lutherheim Springe mit einem festlichen Gong und dem alljährlichen Kennenlernen. Schnell wurde klar, wie bunt gemischt die Teilnehmenden dieses Jahr waren und dass sie sich auf vielfältige Perspektiven aus Wissenschaft, Verwaltung und Wirtschaft freuen konnten.




Nach einer kurzen Pause ging es direkt in die ersten Workshops. In drei verschiedenen Räumen arbeiteten die Teilnehmenden zu Smart City, Interoperabilität und Graswurzeldigitalisierung, letzterer mit Input von Christian Springfeld (Bürgermeister von Springe) höchstpersönlich.




Später ging es außerdem um algorithmisches Bias, Bürgerbeteiligung mit Wirkung und wie man trotz immer neuer Buzzwords produktiv arbeiten kann.




Der erste Tag klang schließlich mit gemeinsamen Stunden am Kickertisch und vielen Gesprächen bei dem ein oder anderen Bierchen im Keller aus.
Der zweite Tag startete mit einer Keynote von Moritz Heuberger direkt nach dem Plenum. Moritz ist nicht nur Mitglied des Deutschen Bundestages, sondern auch N3GZ-Veteran und hatte somit spannende Insights für unsere Teilnehmenden parat.




Zusätzlich zu den im Voraus geplanten Workshops hatten die Teilnehmenden am Donnerstag auch die Möglichkeit, spontane Themen einzubringen. So ging es vor dem Mittagessen nicht nur um resiliente Open-Source-Ökosysteme, sondern auch um “Technologie vs. Verwaltungskultur”. Eine andere Gruppe schloss sich für eine Stunde ins stille Kämmerchen, um sich gegenseitig zu erklären, was eigentlich der Deutschland-Stack ist … (Spoiler: Wir wissen es immer noch nicht so ganz.)




Nach dem Mittagessen beschäftigten sich einige mit der Rolle von Community bei der Verwaltungsdigitalisierung, andere bearbeiteten das Thema Security by Design und der Rest erkundete die umliegende Natur von Springe mit einem kleinen Verdauungsspaziergang.




Später warteten noch weitere spannende Inhalte: Von Open Data per Chat, KI in Kernprozessen, Open Government in Großstädten, Vergabeprozessen und der spontanen Session zur Frage “Wie verankern wir Projektergebnisse langfristig und nachhaltig?” war wieder für alle etwas dabei. Einige Teilnehmende versammelten sich außerdem im Keller zu einer dringend benötigten Therapie-Sitzung (natürlich auch mit Therabier). We listen and we don’t judge!




Am nächsten Morgen im Plenum war es für die Teilnehmenden schließlich an der Zeit, Eindrücke zu teilen und sich gegenseitig zu fragen, was sie alles neues gelernt hatten. Insgesamt konnten alle einiges an Input aus den Sessions mitnehmen, ihr Viertelwissen zum D-Stack zu Halbwissen erweitern, und teilten alle vor allem einen Eindruck: Sie sind nicht allein. In der Community des N3GZ fanden und finden sie jede Menge Gleichgesinnte, die Lust haben, zusammenzuarbeiten, ihr Wissen zu teilen und gemeinsam die Verwaltungsdigitalisierung voranzubringen!



Danke an alle Teilnehmenden für euer Engagement, eure Workshops, Ideen und Perspektiven! Und ein großes Dankeschön an das N3GZ-Orga-Team um Frederik Heinz!
Fotos: Katharina Schlickmann
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Stimmen der Teilnehmenden via LinkedIn
“Man ist eben nicht allein im Dschungel der Digitalisierung der Verwaltung und kann sich auf Augenhöhe, unabhängig von Alter, Position und Background aus Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft austauschen. Und dazu kommt, das man nicht “Business Performance” liefern muss, sondern einfach mal mit Menschen sprechen kann, die man sonst auf den üblichen Veranstaltungen eher selten trifft.”
“Digitalisierung braucht Begegnung – und einen klaren Blick auf die Praxis.
Die Tage auf der N3GZ-Frühjahrstagung haben gezeigt: Wenn Verwaltung, Wissenschaft und Beratung zusammenkommen, entsteht Fortschritt und Verständnis. […] Austausch auf Augenhöhe: Von Interoperabilität bis Open Government Data – die Workshops zeigen Initiativen mit Potential und Erfahrungen aus der Praxis. […] Wertungsfreier Dialog: Die Sessions zeigten, wie viel Klarheit entsteht, wenn wir offen über blinde Flecken sprechen. Tagungen sind kein „Nice‑to‑have“, sondern ein essenzielles Investment in Verständnis, Vernetzung und Realitätschecks.”
“Digitalisierung passiert nicht im Elfenbeinturm, sondern dort, wo Menschen miteinander ins Gespräch kommen. Die N3GZ ‑Frühjahrstagung war dafür ein ziemlich gutes Beispiel. Zweieinhalb Tage voller Diskussionen, ehrlicher Einordnungen und Praxisnähe – im Dreiklang mit Verwaltung, Wissenschaft und Beratung. Genau diese Mischung macht den Unterschied. […] Mein Fazit: Solche Tagungen sind kein Pflichttermin, sondern ein echter Realitätscheck – und genau deshalb so wichtig.”
“Die N3GZ-Frühjahrstagung ist mein jährlicher Lichtblick in puncto digitale Verwaltung. Kein Buzzword-Bingo, keine Marketing-Schlachten, kein Projekte öffentlich abfeiern, bei denen alle wissen, dass sie nicht laufen. Stattdessen jede Menge Engagement, Know How und Interesse am gegenseitigen Austausch.”
“Wieder einmal eine durch und durch inspirierende Veranstaltung, die gezeigt hat, wie viel Gestaltungswille und Ideen im Nachwuchs der Verwaltungsdigitalisierung stecken. Und das trotz allem, was so ringsherum passiert und was auf die wenigen mutigen Gestalter:innen alles einprasselt.
Was die Frühjahrstagung für mich so wertvoll macht: frische Perspektiven, unterschiedlichste Geschichten und Hintergründe der einzelnen Teilnehmer:innen und echte Diskussionsfreude zwischen den Disziplinen und Expertisen. Hier sind wir richtig.”
“Wir leiden alle unter dem Mangel der Digitalisierung.
Wir leiden alle unter dem Buzzword-Hunting mancher Projekte
Wir leiden….
Aber wir schaffen auch. Auf der Frühjahrstagung begegnen sich Wissenschaft, Verwaltung und Wirtschaft auf Augenhöhe und können miteinander Ideen schärfen, Probleme erörtern und auch zeigen, was man alles doch gemeinsam hat (außer zu Leiden). Dabei ist es egal, wer X-viele Jahre/Titel/Publikationen/Projekte hat. We listen and we don’t judge (immediately).”
