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Datenkompetenz- und exzellenz: Eine Einführung in Referenzrahmen und Vorgehensmodell der BBSR-Studie

Das Thema
Mit der Digitalisierung von Daten, Dateninfrastrukturen und Verwaltungsverfahren in deutschen Kommunen geht auch der Bedarf einher, sowohl die bestehenden Organisations- und Managementstrukturen adäquat weiterzuentwickeln als auch die digitalen Kompetenzen von Mitarbeitenden. Gleichzeitig verlangen Onlinezugangsgesetz (OZG) und Open-Data-Richtlinien von Kommunen und Regionen, sich bürgerfreundlich und digital transparent aufzustellen. Der im Rahmen des BBSR-ExWost-Projektes “Digitale Stadt gemeinwohlorintiert gestalten – Kommunale Datenkompetenzenzen” entwickelte Leitfaden unterstützt Kommunen im Aufbau bzw. der Weiterentwicklung einer datenkompetenten Verwaltung. Die Publikation basiert auf umfangreichen Forschungsarbeiten und beschreibt zunächst einen Referenzrahmen, der zentrale Grundlagen und Bausteine des Aufbaus digitaler Datenkompetenz enthält. Ergänzt wird dieser durch ein iteratives Vorgehensmodell, das Kommunen eine idealtypische Vorgehensweise zum Aufbau digitaler Datenkompetenz aufzeigt.
Der Referent
Johannes Sautter ist Dipl.-Informatiker der Fachrichtung Medieninformatik und seit 2011 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Team Urban Governance Innovation des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO. Er begleitet und unterstützt Forschungseinrichtungen, Kommunen und Unternehmen bei der Entwicklung einer Datenexzellenzstrategie sowie deren organisatorische Verankerung mit Hilfe einer Data Governance Funktion. In diesem Kontext hält er regelmäßig Vorträge und Seminare. Im internationalen EU-Forschungsprojekt CRISMA hat er Anwenderanforderungen für Interaktive Systeme koordiniert und arbeitete zusammen mit dem Deutschen Roten Kreuz an einer Konzeption zur Durchführung und Evaluation von Einsatzübungen des Massenanfalls von Verletzten (MANV). Im Bereich von Qualitätsindikatoren für den MANV beschäftigt er sich auch im Rahmen seines Dissertationsvorhabens.
Der Moderator
Dr. Ralf Schüle ist Forschungsreferent im Referat Digitale Stadt des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung in Bonn. Er begleitet die Umsetzung des bundeweiten Förderprogramms Modellprojekte Smart Cities, berät Städte und Gemeinden in der Entwicklung und Umsetzung ihrer Digitalstrategien und betreibt Forschungen u.a. in den Bereichen digitale Teilhabe, Klimaschutz und Resilienz. Ralf Schüle hat eine langjährige Erfahrung in der Begleitung und Beforschung kommunaler Nachhaltigkeitsstrategien insbesondere in den Bereichen Klimaschutz und Klimafolgenanpassung sowie in der Evaluation von Politikprogrammen auf europäischer, nationaler und kommunaler Ebene. Als Honorarprofessor ist er in die stadt- und raumbezogene Lehre der Universität Duisburg-Essen eingebunden.

